Presseschau: Der Südpark im Rathaus
(halle.de/PD) Wie kommt der Südpark ins Rathaus? Ganz einfach: junge Laienfotografen der Jugendfreizeiteinrichtung „Roxy“ des Internationalen Bundes werden dies möglich machen.
Am 6. April startet die Ausstellung „Eine fotografische Liebeserklärung an einen Stadtteil“ in der 2. Etage des Rathauses Marktplatz 1. Ab 11 Uhr eröffnen die Mitarbeiter und Jugendlichen der Jugendfreizeiteinrichtung (JFE) „Roxy“ aus dem Südpark die Fotoausstellung und stehen allen Interessierten zu Gesprächen zur Verfügung. Natürlich haben sich die Klubbesucher an diesem Tag noch kleine Überraschungen für ihre „Schaulustigen“ überlegt und hoffen auf große Resonanz. Soviel wird schon verraten: aus der hauseigenen Töpferwerkstadt werden auch einige Exponate gezeigt.
Presseschau: Tunnelbahnhof Halle-Neustadt wird saniert
(halle.de/ddp) Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur ddp, wird die unterirdische S-Bahnstation in Halle-Neustadt umgebaut. Dazu wurde am Donnerstag der offizielle Baustart vollzogen. Mit einem Investitionsvolumen von rund 3,5 Millionen Euro soll der Tunnelbahnhof bis Mitte nächsten Jahres komplett modernisiert werden, wie das Verkehrsministerium mitteilte.
Presseschau: Schneemann!
Im Morgengrauen ist es noch still. Die Fahrt führt durch eine unwirtliche, menschenleere Landschaft, vorbei an den riesigen Kerosintanks einer Raffinerie; auf einem steht das Wort "Total". Dann ist man in Halle-Neustadt, Betonwände, Fensterhöhlen und ein paar Vierecke aus Licht. In einem sitzt eine junge Frau: Jeanette ist 24 Jahre alt und hat zwei Kinder; das erste bekam sie, da war sie erst sechzehn.
Das Baby sei wie ein kleiner Bruder für sie gewesen, erinnert sie sich nun - in diesem Satz steckt auch, dass Jeanette keine Mutter sein konnte. Seit einiger Zeit macht ihr dieser Sohn, Tommy heißt er, Probleme. "Schade drum", sagt die Mutter, und das klingt schrecklich - so als hätte sie diesen Jungen aufgegeben. Jeanette sieht müde aus und ist es auch, müde vom sich Durchwurschteln und wohl auch von der erlebten Gewalt - sie deutet so etwas an. In Halle-Neustadt fühlt sie sich nicht mehr wohl. Früher war das anders, aber früher bedeutet ja auch Kindheit.
Presseschau: Thomas Heises - Kinder, wie die Zeit vergeht
Radio Mephisto: Es gibt Dokumentarfilme die begleiten ihre Protagonisten am wichtigsten Tag ihres Lebens oder eine Reisestrecke entlang. Der Filmemacher Thomas Heise war da deutlich ausdauernder: 16 Jahre traf er sich immer wieder mit Jeanette aus Halle/Neustadt, begleitete ihre Kinder, Eltern und Geschwister. Der entstandene Dokumentarfilm ist konsequent schwarz-weiß und – sehr erfolgreich. Denn „Kinder. Wie die Zeit vergeht“ erhielt im November vergangene Jahres die Silberne Taube für lange Dokumentarfilme auf dem Leipziger Dokfilmfest. Jetzt - fast ein Jahr später - kommt der Film in die deutschen Kinos.
Presseschau: Halle-Neustadt im Stadtrat
Das Förderprogramm „Soziale Stadt“ soll auf die ganze Neustadt ausgedehnt werden, so dass künftig auch die nördliche, südliche und westliche Neustadt von der Förderung profitieren würden. Ziel: den Stadtteil erheblich aufwerten und interessant machen. Vorgesehen sind unter anderem eine Neuauflage des Neustadt-Führers und die Fortführung des Quartiersmanagements. Abgerissen werden sollen die leerstehenden Kaufhallen am Niedersachsenplatz und am Südpark sowie das frühere Cantor-Gymnasium. Die Sporthalle der Schule bleibt erhalten, soll für Sport- und Freizeitaktivitäten von Anwohnern und Vereinen bereitstehen. Daneben steht auch der Umbau eines Plattenbaus im Oleanderweg zu Stadthäusern auf der Agenda. Abrissflächen sollen zudem mit Hilfe der Anwohner zu „Neustadt-Gärten“ umgewandelt werden, der bereits existierende Zen-Garten wird ausgebaut. Daneben ist im Rahmen des Förderprogramms auch die Errichtung eines „U30“-Partytreffs für junge Neustädter unter 30 Jahren – entweder am Treff oder am Tulpenbrunnen – vorgesehen. Am Myrtenweg/ Lilienstraße soll für 15.000 Euro ein offener Jugendtreff gebaut werden. Weitere größere Projekte: ein Sozialkaufhaus am Südpark, Speedbadminton-Platz an der Muldestraße, Haus der Vielfalt im Zentrum, Übungswohnen für Behinderte Jugendliche und Wohnen für Demenzkranke. Und auch die Sanierung des Passendorfer Schlösschens, das die Stadt aktuell versteigern will, soll im Rahmen der „Sozialen Stadt“ saniert werden. 5 Millionen Euro wird ein Umbau laut aktuellen Schätzungen wohl kosten. Ein Investor soll einen Baukostenzuschuss für unrentable Kosten erhalten.
Bei allen vorgenannten Projekten handelt es sich um Ideen. Sollen sie umgesetzt werden, muss der Stadtrat über jedes einzelne Projekt abstimmen. Eine definitive Entscheidung fällt mit dem Beschluss aber schon zur Fortführung des Quartiersmanagements in den nächsten drei Jahren. Das wird zurzeit von SPI betrieben und läuft zum Jahresende aus. Rechtlich zulässig wäre auch eine Verlängerung des Vertrages. Doch auf Antrag von Sabine Wolff (Neues Forum) soll ein neuer Betreiber per Ausschreibung gefunden werden. Unter der Hand aber wird Kritik an dem Konzept zur Sozialen Stadt laut, auf das sich nun verschiedene Träger bewerben können. Denn dieses wurde ebenfalls von SPI erstellt.





