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: Der geschmiedete Himmel
Auch wenn wir uns bemühen, überwiegend Neustadt ins Zentrum dieser Seiten zu setzen, machen wir hier ein kleine Ausnahme.Auch Archäologen träumen. Besonders dann, wenn sie den ganzen Tag lang Keramikscherben und Tierknöchelchen aus dem Boden gepult haben, wenn der Rücken schmerzt und der Fundbericht geschrieben werden müsste. »Da wünscht man sich schon mal einen richtigen Bingo-Fund«, erzählt Harald Meller, der Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt. Aber was ist ein großer Fund? So etwas wie Ötzi vielleicht oder Tutanchamun. Oder wenigstens ein Neandertaler mit Faustkeil in der Hand. »Aber das hier?« Meller, der auch Direktor des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle ist, zeigt auf die Bronzescheibe auf seinem Schreibtisch. »So etwas Verrücktes kann man sich nicht ausdenken.«
So beginnt der Artikel der Wochenzeitung "Die Zeit".
Denn was diese klein Bronzescheibe auch der Stadt Halle für einen Imagegewinn bringt, lassen die 2000 Besucher am ersten Ausstellungstag und das landesweite Medieninteresse nur erahnen. Mit positiver Berichterstattung ist man ja in unserer Region nicht unbedingt verwöhnt.
Gefunden von Raubgräbern, über eine krimereife Übergabe und Restaurierung ist sie jetzt in Halle angekommen. Würdig wird sie von beinahe ebenso bedeutsamen Funden aus Dänemark umrahmt
Sie vermittelt uns einen tiefen Einblick, wie unsere Vorfahren die Welt gesehen haben.
Die "....Himmelsscheibe erlaubt erstaunliche Einblicke in die weit gespannten Beziehungen dieser Epoche und belegt einen intensiven paneuropäischen Austausch sowohl materieller als auch geistiger Natur. 16oo Exponate aus den Beständen des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle sowie von 68 Leihgebern aus 18 Ländern illustrieren die Kontakte vom östlichen Mittelmeer (Libanon) bis zu den Britischen Inseln, von Spanien bis nach Skandinavien. Die archäologischen Schätze Grabbeigaben, Kultgeräte, goldener Schmuck, reich verzierte Waffen, umfangreiche Horte werden auf ca. 14ooqm und verteilt über drei Stockwerke im frisch sanierten historischen Museumsbau präsentiert. Unter den gezeigten Originalen befinden sich einzigartige Stücke wie der berühmte Sonnenwagen von Trundholm (DK) aus dem Nationalmuseum Kopenhagen. Weitere Highlights sind u. a. die filigranen Goldschiffchen von Nors (DK), das Fürstengrab von Leubingen (Sachsen-Anhalt) oder auch die schwere goldene Prunkaxt von Tufalau (ROM). In großformatigen Inszenierungen, in Animationen und Kurzfilmen werden die verschiedenen Inhalte der Schau noch einmal aufgegriffen und veranschaulicht. Die zentrale Installation, eine riesige Barke, wurde von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung im Land Sachsen-Anhalt gemeinsam mit der Stadt- und Sa
Auch wenn wir das sonst nicht raten, einen bessere Gelegenheit Neustadt (für kurze Zeit) zu verlassen, wird es wohl nicht geben. Das Museum ist Dienstags bis Sonntags geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6,- Euro für Schulklassen 1,- Euro pro Person.
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Den sehr lesenswerten Zeitartikel finden Sie den hier .
