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5. Woher wissen Sie eigentlich, was wir Kinder wollen?


Sylvana Uhlig (parteilos)
Ich bin Mutter eines 15jährigen, 3jährigen und 8monatigen Sohnes. Somit denke ich zu wissen, was Kinder wollen. Auch weiß ich dadurch, was in Halle alles noch fehlt für Kinder! Zur Zeit wissen Politiker nicht, was Kinder wollen, woher auch? Politiker schauen über die Kinder hinweg, weil sie so klein sind und man mit ihnen kaum Geld verdienen kann. Auch hören Politiker nicht auf Kinder, da diese ehrlich sind und nicht so laut wie Geldzählmaschinen; Autos und Espressoautomaten.
Was will ich ändern!
Kinder sind die Zukunft und kein Kostenfaktor. Ohne Kinder kein Staat. Also: Mit Kindern ist der Staat zu machen!

PDS (Ute Haupt)
Alles wissen wir sicher nicht, aber wir bemühen uns, die Interessen von Kindern in unsere Arbeit einzubeziehen. So war z.B. der Kinder -und Jugendlichenrat der Stadt Halle (Saale) vor einiger Zeit in unserer Fraktion zu Gast und hat uns erzählt, was sie in der Stadt Halle verändern würden. Unsere KommunalpolitikerInnen besuchen auch mal Schulen oder Freizeiteinrichtungen und kommen mit Kindern und Jugendlichen in's Gespräch. Wir haben uns mit anderen KommunalpolitikerInnen dafür eingesetzt, dass es vor dem Jugendhilfeausschuss der Stadt Halle (Saale) immer eine Kinder-und Jugendlichensprechstunde gibt. Dort können Kinder und Jugendliche ihre Ideen, ihre Fragen und Probleme anbringen. Sicher gibt es noch weitere Möglichkeiten. Wir würden uns freuen, wenn Ihr uns mal Eure Ideen dazu mitteilt.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Oliver Paulsen)
Wir haben selber Kinder. Wir kennen auch die Freunde unsere Kinder und waren auch als Betreuer auf Kindergarten- und Klassenfahrten dabei. Wir sprechen mit anderen Eltern über die Wünsche ihrer Kinder. Wir lesen aufmerksam, was Wissenschaftler über Kinder herausfinden. Wir waren selbst mal ein Kind.

FDP (Gerry Kley)
Ich rede viel mit Kindern, natürlich am häufigsten mit meinen eigenen.

SPD (Tilo Biesecke)
Ich war selbst schon oft in Schulen und habe mit Kindern diskutiert und mir ihre Wünsche angehört. So kann ich am Besten erfahren, was Kinder wollen

CDU (Annegret Bergner)
Was Kinder wollen, ist eine sehr umfangreiche Fragestellung. Vermutlich geht’s dabei nicht um das tägliche Brot, etwas zum Anziehen und ein Bett zum Schlafen, worüber Millionen Kinder schon glücklich waren. Was Kinder allgemein noch brauchen, um sich gut entwickeln zu können, kann man in Büchern lesen: vor allem ein Zuhause, Liebe und Geborgenheit und gute Bildungsmöglichkeiten, damit sie einmal selbständig mitgestalten können. Es geht bei der Frage aber sicher um die darüber hinaus gehenden, sehr differenzierten, Erwartungen. Aus meiner eigenen Kindheit mit sechs Geschwistern und von meinen drei Kindern weiß ich, dass das, was Kinder wollen, sehr verschieden sein kann: der eine braucht Ruhe, der andere action, der eine liest gern, der andere will Fußball spielen usw. Wenn Kinder etwas wollen, was sie noch nicht haben, können sie das ab einem gewissen Alter formulieren. Als Elternvertreter habe ich viele Jahre mit Schülervertretern zusammengearbeitet und oft erstaunt festgestellt, wie gut die Anliegen geäußert werden. Außerdem gibt es in Halle als zuständige Arbeitsgruppe des Stadtrates den Jugendhilfeausschuss, in dem ich seit fünf Jahren Mitglied bin. Dort hat jede Sitzung mit einer Kinder- und Jugendfragestunde begonnen. Für Kinder und Jugendliche ist das eine gute Gelegenheit zu sagen, was ihnen nicht richtig zu sein scheint. Und dann gibt es auch noch ein Kinderbüro am Franckeplatz, wo sich Mitarbeiter der Stadt um Interessen der Kinder kümmern. Aber dies sind nur einige der vielen Möglichkeiten, wie ich erfahre, was Kinder wollen.

Neues Forum (Sabine Wolff)
Zum einem waren wir selber alle mal Kinder und hatten viele Wünsche von denen einige erfüllt wurden, andere nur teilweise und wieder andere gar nicht. Zum anderen haben wir selbst Kinder und Jugendliche mit denen wir uns im Gespräch befinden und uns deren Fragen stellen müssen. Auch bekommen wir von ihnen Anregungen und Ideen, die wir in den Stadtrat mit einbringen. im Zusammenarbeit mit euch kommen wir zu einer kinderfreundlichen Stadt, in der sich dann alle Wohlfühlen.

NPD (Andreas Karl)
Weil ich selber 2 Kinder habe und ich dadurch auch etwas mitfühlen kann, wie sich Kinder die Welt vorstellen. Auch mich prägen noch Erinnerungen an meine Kindheit. Meiner Meinung nach besitzen Kinder ein ausgeprägtes und gerechtes Urteilsvermögen und das sollte intensiv gefördert und ins positive umgesetzt werden.

Die Befragung fand im Rahmen der Vorbereitung auf die Kinder- und Jugendwahl statt - ein Projekt der AWO Begegnungsstätte "Dornröschen" Halle
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